Die Schweriner Rudergesellschaft (SRG) erhebt jetzt eine zusätzliche Umlage. Das hat die Mitgliederversammlung am 1. März beschlossen. Mit den zusätzlichen Einnahmen soll ein Teil der nächsten großen Reparaturarbeiten bezahlt werden. Die Umlage beträgt 100 Euro pro Jahr und erwachsenem Mitglied. Kinder und Jugendliche zahlen 50 Euro Umlage, Familienmitgliedschaften zahlen 100 Euro. Die Hauptversammlung stimmte mit deutlicher Mehrheit für den Vorschlag des SRG-Vorstandes bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Zuvor hatten die Vorstände deutlich gemacht, dass es keine andere Möglichkeit gebe, dringend erforderliche große Reparaturen an Bootshaus und Anlagen zu finanzieren.

Die Delle ist deutlich zu sehen: Wer vom Sattelplatz zum Bootssteg geht, muss eine Art Buckelpiste überwinden. Die Bodenwelle von gut 30 Zentimetern Höhe zieht sich entlang des gesamten Uferbereichs am Vereinsgelände. Und diese Bodenwelle hat teure Folgen. Die Spundwand mit Holzpfählen ist abgesackt, das Gelände rutscht ganz allmählich Richtung Schlossbucht. Weit über 100.000 Euro werden für den Ersatz fällig. Das ist nicht der einzige Punkt: Der Steg vorm Restaurant und der Holzbohlenweg dorthin sind genau so marode wie Teile der Brücken-Konstruktion zwischen den beiden Gebäudeteilen. „Das Vereinshaus kommt in die Jahre. Die Uhr tickt“, sagt Hartwig Kühl, stellvertretender SRG-Vorsitzender auf der Mitgliederversammlung. „Wir wissen nicht, wann die Hiobsbotschaften kommen“, ergänzt Vorsitzender Stephan Möller. Klar sei nur, dass noch viel mehr an Reparaturen nötig werden könnte – zum Beispiel am Dach.

Um all das reparieren zu können, wird der Verein Fördermittel beantragen. Das allein reiche aber nicht. Darum habe der Vorstand nach gut einem halben Jahr Diskussion und Planung die Umlage vorgeschlagen. „Wir haben das als Umlage konzipiert, damit das Geld zweckgebunden eingesetzt werden kann“, sagt Hartwig Kühl. Den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung war bewusst, dass die Lage ernst ist. Ob es möglich sei, die Umlage zeitlich zu befristen auf zehn Jahre, war eine der Fragen. „Zehn Jahre werden nicht reichen“, sagte Hartwig Kühl. Die Umlage ist in der Beitragsordnung festgelegt. Der Betrag wird jeweils zur Hälfte mit den Mitgliedsbeiträgen im Frühjahr und Herbst eingezogen.

Rein rechnerisch geht es um 8,33 Euro pro Monat zusätzlich. Auch das kann für einige Mitglieder viel Geld bedeuten, hieß es in einigen Wortmeldungen. „Dafür werden wir gemeinsam Lösungen finden“, sagte Stephan Möller. Eine Lösung zeichnete sich kurz darauf ab. So bot ein Ruderer an, mit einer Spende von 1.000 Euro die Jahresumlage für zehn andere Vereinsmitglieder zu übernehmen – in Form einer Spende an den Verein.

Die Mitgliederversammlung hat außerdem zwei Vorschlägen des Vorstandes zugestimmt, die Satzung zu ändern und die Definition der Familienmitgliedschaft im Verein zu schärfen. Austritte sind nun auch zur Jahresmitte möglich. Bei den Regeln für die Familienmitgliedschaft wurden die Angaben zum Höchstalter der zu berücksichtigenden Kinder präzisiert. Inhaltlich gab es aber keine Änderung.

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Die Schweriner Rudergesellschaft (SRG) erhebt jetzt eine zusätzliche Umlage. Das hat die Mitgliederversammlung am 1. März beschlossen. Mit den zusätzlichen Einnahmen soll ein Teil der nächsten großen Reparaturarbeiten bezahlt werden. Die Umlage beträgt 100 Euro pro Jahr und erwachsenem Mitglied. Kinder und Jugendliche zahlen 50 Euro Umlage, Familienmitgliedschaften zahlen 100 Euro. Die Hauptversammlung stimmte mit deutlicher Mehrheit für den Vorschlag des SRG-Vorstandes bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Zuvor hatten die Vorstände deutlich gemacht, dass es keine andere Möglichkeit gebe, dringend erforderliche große Reparaturen an Bootshaus und Anlagen zu finanzieren.

Die Delle ist deutlich zu sehen: Wer vom Sattelplatz zum Bootssteg geht, muss eine Art Buckelpiste überwinden. Die Bodenwelle von gut 30 Zentimetern Höhe zieht sich entlang des gesamten Uferbereichs am Vereinsgelände. Und diese Bodenwelle hat teure Folgen. Die Spundwand mit Holzpfählen ist abgesackt, das Gelände rutscht ganz allmählich Richtung Schlossbucht. Weit über 100.000 Euro werden für den Ersatz fällig. Das ist nicht der einzige Punkt: Der Steg vorm Restaurant und der Holzbohlenweg dorthin sind genau so marode wie Teile der Brücken-Konstruktion zwischen den beiden Gebäudeteilen. „Das Vereinshaus kommt in die Jahre. Die Uhr tickt“, sagt Hartwig Kühl, stellvertretender SRG-Vorsitzender auf der Mitgliederversammlung. „Wir wissen nicht, wann die Hiobsbotschaften kommen“, ergänzt Vorsitzender Stephan Möller. Klar sei nur, dass noch viel mehr an Reparaturen nötig werden könnte – zum Beispiel am Dach.

Um all das reparieren zu können, wird der Verein Fördermittel beantragen. Das allein reiche aber nicht. Darum habe der Vorstand nach gut einem halben Jahr Diskussion und Planung die Umlage vorgeschlagen. „Wir haben das als Umlage konzipiert, damit das Geld zweckgebunden eingesetzt werden kann“, sagt Hartwig Kühl. Den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung war bewusst, dass die Lage ernst ist. Ob es möglich sei, die Umlage zeitlich zu befristen auf zehn Jahre, war eine der Fragen. „Zehn Jahre werden nicht reichen“, sagte Hartwig Kühl. Die Umlage ist in der Beitragsordnung festgelegt. Der Betrag wird jeweils zur Hälfte mit den Mitgliedsbeiträgen im Frühjahr und Herbst eingezogen.

Rein rechnerisch geht es um 8,33 Euro pro Monat zusätzlich. Auch das kann für einige Mitglieder viel Geld bedeuten, hieß es in einigen Wortmeldungen. „Dafür werden wir gemeinsam Lösungen finden“, sagte Stephan Möller. Eine Lösung zeichnete sich kurz darauf ab. So bot ein Ruderer an, mit einer Spende von 1.000 Euro die Jahresumlage für zehn andere Vereinsmitglieder zu übernehmen – in Form einer Spende an den Verein.

Die Mitgliederversammlung hat außerdem zwei Vorschlägen des Vorstandes zugestimmt, die Satzung zu ändern und die Definition der Familienmitgliedschaft im Verein zu schärfen. Austritte sind nun auch zur Jahresmitte möglich. Bei den Regeln für die Familienmitgliedschaft wurden die Angaben zum Höchstalter der zu berücksichtigenden Kinder präzisiert. Inhaltlich gab es aber keine Änderung.

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